Lux negativ
LUX Negativ
02.06.–29.06.2018 /
›Lichtleere Räume‹
DIE FLIESENGALERIE, Jahnallee 69, 04177 Leipzig
Die Elektrifizierung wäre ohne die Glühbirne wohl nicht so ein durchschlagender Erfolg geworden. Strom wird in den letzten Generationen assoziativ mit Licht verbunden und ist in dieser Weise tief in unserer Vorstellung verankert. Die Verbreitung von Strom führte zwangsläufig auch zu einer Ausdehnung von Licht. Lichtverschmutzung in den Städten und auf dem Land erweitert die Liste der negativen Einflüsse der Menschheit.
Christoph Liepach suchte für seine Fotografien lichtleere, jedoch elektrifizierte Orte. In fast völliger Dunkelheit fing der digitale Sensor seiner Kamera einzelne Licht-Informationen ein, die während der Aufnahme nur erahnt werden konnten. Für seine Arbeit „Lux negativ“ hat er diese Information für das menschliche Auge wieder sichtbar gemacht. Wie ein Archäologe legte er dabei Schicht für Schicht in der digitalen Bilddatei frei und rekonstruiert Farben und Strukturen jener Orte, die er selbst nicht sah.
Electrification would not have been such a resounding success without the invention of the light bulb. In recent generations, electricity has been closely associated with light, and, thus, has become deeply rooted in our imagination. With the expansion of electricity came inevitably the spread of light. Light pollution in the cities and in the countryside have expanded the list of the negative impacts of humanity.
Christoph Liepach searched for locations that were empty of light, but electrified for his photographs. In almost complete darkness, the digital sensor of his camera captured particular light information, which could only be conjectured during the photographing. In his work „Lux Negative,“ he has made the once invisible information visible to the human eye. Like an archaeologist, he uncovered layer by layer the digital image files, and reconstructed the colors and structures of those locations that he himself had been but had not really seen.