In der Art eines Idylls
In der Art eines Idylls
01.09.–15.09.2017 /
›Normierte Welt‹
Pöge-Haus, Hedwigstraße 20, 04315 Leipzig
Wenn über Vergangenheit und Orte der eigenen Herkunft gesprochen wird, ist Nostalgie ein oft unvermeidlicher Filter, der den Blick Lenkt. Wir rekonstruieren eine Möglichkeit der Vergangenheit. Mit der Rekonstruktion von Momenten durch den ›Nostalgischen Filter‹ spielt meine Fotoserie ›In der Art eines Idylls‹. Identität bilden wir bereits aus Erfahrungen des Umfeldes in frühen Entwicklungsphasen. Daher dringe ich bei dieser Arbeit in jene Zeit ein und suche Orte Kollektiver Kindheitserfahrungen auf. Ich vermische die Herkunft aus dem Plattenbaugebiet meiner Kindheit mit nostalgischen Momenten aus und Kollektiven Erinnerungen von DDR-Bürgern und propagandistischen Bildvorstellungen der DDR. Erinnerungen, die die Generation meiner Großeltern und Eltern an mich weiter gaben, vermischen sich mit eigenen Erfahrungen. Ich schaffe eine Umfeld, eine Kulisse für eine Bildung einer möglichen Identität.
If people happen to talk about their past and the places they belong to, Nostalgia is often an inevitable filter that guides the viewers gaze. We constantly reconstruct the possibilty of the past. My photo series ›something of an idyll‹ is a playful reflection on that precise moment of reconstruction. Being influenced by our direct surroundings we construct identity already at an early age. Searching for places that represent collective childhood experiences I return to that time within my work. I mix my own memories, that lead back to the prefabricated buildings of my childhood, nostalgic moments of former GDR citizens and the GDR’s propagandistic ideas and its visual representations. The memories, transmitted by the generations of my parents and grandparents mingle with my own experiences. That way I create a frame, a context that serves the construction of a possible identity.